Architekturprüfungen
Eine Architekturprüfung folgt einem benannten Problem zurück in die Struktur, in der es entsteht - unabhängig davon, ob diese Struktur technisch, organisatorisch, gesellschaftlich oder begrifflich geprägt ist.
Sie prüft, welche Fragen den Blick lenken, wie Aufgaben, Lasten und Verantwortung verteilt sind und an welchen Stellen aufgefangen wird, was die Architektur selbst nicht trägt.
Dabei geht es nicht nur darum, ob eine vorgeschlagene Lösung funktioniert. Geprüft wird auch, welche Beschreibung des Problems ihr zugrunde liegt, wo sie ansetzt und ob sie die Bedingungen verändert, unter denen das Problem entsteht – oder vor allem seine Folgen besser verwaltet.
Einblicke in die Methode
Architekturprüfungen verbinden mehrere Prüfbewegungen. Die hier veröffentlichten Texte machen einzelne davon lesbar.
Die Richtung einer Frage
Warum Architekturprüfungen vor der Antwort beginnen
Eine Frage bestimmt nicht nur, wonach gesucht wird. Sie legt auch fest, was als Problem erscheint, welche Zusammenhänge untersucht und welche Lösungen überhaupt sichtbar werden.
Architekturprüfungen
01 · Der Strom, der zum Überschuss wird
Über Speicherung und die Frage, welches Problem tatsächlich gelöst werden muss
Wie Strom zum Überschuss wird, welche Aufgaben Speicher innerhalb des Energiesystems übernehmen sollen und ob sie die Bedingungen verändern, unter denen Überschuss entsteht - oder vor allem seine Folgen auffangen.
In Vorbereitung
02 · Vom Forschungsziel zum Gegenstand
Über die Entstehung des Begriffs „Künstliche Intelligenz“ und die Frage, welche Aufgabe er heute erfüllt
Wie aus einem Forschungsziel ein gesellschaftlicher Begriff wurde, welche Vorstellungen er bis heute prägt und ob er noch dieselbe Aufgabe erfüllt wie zu seiner Entstehung - oder inzwischen mitbestimmt, was an der Technologie sichtbar wird.
In Vorbereitung